Rooftops

video montage
Vienna 2017, Shanghai, 2015

Related Movements
window projections at T/abor
with works by Frank Hagen and Renate Mihatsch
shot during the BKA studio residency

show text

The title of the piece describes its content literally: The camera meanders from rooftop to rooftop, architecture dissolves into forms and structures. Animated and assembled to a single shot, the path leads us through the sky, scraping and tilting along those highest buildings.

show exhibition announcement

English coming soon.

In ihren Projektionen montieren und animieren Frank Hagen, Renate Mihatsch und Lisa Truttmann filmische Ausschnitte urbaner Räume und Küstengebiete. Sie senden diese Bilder hinaus, durch die Fenster zur Wiener Taborstraße, wo sie zunächst untereinander, aber auch mit den Spiegelungen des nächtlichen Treibens interagieren. So werden die physische Welt und tieferliegende Strukturen von Istanbuls Hafen, dem Inselgebiet Victorias, Le Havres Küste und Shanghais Höhen auf einer Projektionsebene gleichzeitig befragt.

show exhibition notes


English coming soon.

In welchem Raum operieren wir(1) hier?
Anleitung zum Maschinen-Sehen


(...) Auch Lisa Truttmann richtet in ihrer Arbeit den Blick nach oben, doch zuvor prallt er noch an einer Glas/Fensterfassade ab, die in der Brechung ihrer Horizontalität bereits wie eine Photomontage oder Spiegelung wirkt. Danach bewegt sich die Kamera nach oben und unten, „scanned“ weitere Gebäude bis sie schließlich ganz hinauf zum Dach fährt; dann wird die Bewegung weiter in den Himmel fortgesetzt, wo sie verweilt, schwenkt, wieder hinab fährt und schließlich auf einen anderen Dachaufbau trifft. Diese Grundbewegung mit leichten Variati- onen in Geschwindigkeit und Schwenk-Richtung wird wiederholt und gelooped. So entsteht ein Mapping eines konkreten Ortes als fragmentierte Amalgamation von Formen, Flächen und Farben, von Symbolen und Zeichen. Der Fragmentierung des Stadtbildes steht der Eindruck der Geschlossenheit der Kamerabewegung, einer möglichen Drehung um 360 Grad, gegenüber. Die Spektakularität bestimmter architektonischer Versatzstücke wie blinkende Art-Deco Fächer, postmoderne Arkaden oder utopisch anmutende Zikkurate, „the visual pleasure“ wird durch die nüchterne Kamerabewegung und den kontemplativen Blick ins „nichts“ des Himmels konterkariert. Mit der Zeit lassen sich Unterschiede entdecken, können wir über Charakter, Zeit und Bestimmung der einzelnen Häuserblöcke und Gebäude spekulieren und schließlich die entscheidende Frage stellen, für welchen Blick (und welches Subjekt) diese eigentlich konstruiert wurden?
(...)

Auszug des Ausstellungstextes von Claudia Slanar

Rooftops

Videomontage
Wien 2017, Shanghai, 2015

Related Movements
Schaufensterprojektionen im T/abor
mit Arbeiten Frank Hagen und Renate Mihatsch
Dreharbeiten im Rahmen des BKA Atelierprogramms

Ausstellungsankündigung anzeigen

In ihren Projektionen montieren und animieren Frank Hagen, Renate Mihatsch und Lisa Truttmann filmische Ausschnitte urbaner Räume und Küstengebiete. Sie senden diese Bilder hinaus, durch die Fenster zur Wiener Taborstraße, wo sie zunächst untereinander, aber auch mit den Spiegelungen des nächtlichen Treibens interagieren. So werden die physische Welt und tieferliegende Strukturen von Istanbuls Hafen, dem Inselgebiet Victorias, Le Havres Küste und Shanghais Höhen auf einer Projektionsebene gleichzeitig befragt.

Ausstellungstext (Ausschnitt) anzeigen


In welchem Raum operieren wir(1) hier?
Anleitung zum Maschinen-Sehen


(...) Auch Lisa Truttmann richtet in ihrer Arbeit den Blick nach oben, doch zuvor prallt er noch an einer Glas/Fensterfassade ab, die in der Brechung ihrer Horizontalität bereits wie eine Photomontage oder Spiegelung wirkt. Danach bewegt sich die Kamera nach oben und unten, „scanned“ weitere Gebäude bis sie schließlich ganz hinauf zum Dach fährt; dann wird die Bewegung weiter in den Himmel fortgesetzt, wo sie verweilt, schwenkt, wieder hinab fährt und schließlich auf einen anderen Dachaufbau trifft. Diese Grundbewegung mit leichten Variati- onen in Geschwindigkeit und Schwenk-Richtung wird wiederholt und gelooped. So entsteht ein Mapping eines konkreten Ortes als fragmentierte Amalgamation von Formen, Flächen und Farben, von Symbolen und Zeichen. Der Fragmentierung des Stadtbildes steht der Eindruck der Geschlossenheit der Kamerabewegung, einer möglichen Drehung um 360 Grad, gegenüber. Die Spektakularität bestimmter architektonischer Versatzstücke wie blinkende Art-Deco Fächer, postmoderne Arkaden oder utopisch anmutende Zikkurate, „the visual pleasure“ wird durch die nüchterne Kamerabewegung und den kontemplativen Blick ins „nichts“ des Himmels konterkariert. Mit der Zeit lassen sich Unterschiede entdecken, können wir über Charakter, Zeit und Bestimmung der einzelnen Häuserblöcke und Gebäude spekulieren und schließlich die entscheidende Frage stellen, für welchen Blick (und welches Subjekt) diese eigentlich konstruiert wurden?
(...)

Auszug des Ausstellungstextes von Claudia Slanar